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Minas Tirith

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Minas Tirith

Beitrag von Legolas am So Aug 18, 2013 2:42 am

Minas Tirith (ehem. Minas Anor) war nach der Zerstörung von Osgiliath die Hauptstadt von Gondor und Sitz des Königs bzw. Truchsesses.

Minas Tirith lag auf dem 200 Meter hohen Berg der Wacht, der über einen Sattel mit dem Berg Mindolluin verbunden war. Jeder der sieben konzentrischen Mauerringe, die die Stadt schützten, wurde durch eine gigantische Felsformation in Form eines Keils in zwei Hälften geteilt, so dass in jedem Ring ein Tunnel unter dem Keil hindurchführte, um die Hälften zu verbinden. Über der siebenten Ebene erhob sich der rund 90 Meter hohe Weiße Turm Ecthelions II.

Das Große Stadttor von Minas Tirith lag unterhalb des Felskeils im Ersten Mauerring. Die weiteren Stadttore befanden sich abwechselnd rechts und links des Felskeils. Dies hatte zu Folge, dasss man den Berg nicht auf geradem Weg erklimmen konnte. Der Bergsattel stieg nur bis zum fünften Ring hinauf und beherbergte dort die Grüfte. Auf der sechsten Ebene lagen Fen Hollen („die Verschlossene Tür“), der verschlossene Eingang zu den Grüften, die Häuser der Heilung und die Ställe für die Reitenden Boten. Die siebente Ebene erreichte man über einen beleuchteten Gang, der durch den Felskeil auf das Plateau führte. Auf dieser letzten Ebene standen im Hof des Springbrunnens der Weiße Baum und der Weiße Turm, der die Königshalle beherbergte. Dort befindet sich auch Merethrond, die große Festhalle, und der Palast der Könige. Das geheime Gemach, indem der Palantír aufbewart wurde, befand sich unter der Turmspitze.


Minas Tirith war unter dem Namen Minas Anor - Turm der untergehenden Sonne - Hauptstadt des zweiten Sohns des Hochkönigs Elendil, Anárion, der das nach ihm benannte Anórien regierte, den Westen Gondors. Die politische Bedeutung der Stadt im Zweiten Zeitalter ist nicht eindeutig, zumal Anárion und sein älterer Bruder Isildur vorwiegend von Osgiliath aus zusammen das Südreich regierten.


Nach dem Fall Minas Ithils an Saurons Streitkräfte, floh Isildur zunächst nach Minas Anor, von wo aus Anárion die Verteidigung des westlichen Anduinufers und Osgiliaths koordinierte. Währenddessen zog Isildur nach Arnor weiter, um seinen Vater vom Überfall des Dunklen Herrschers zu berichten.

Hilfe traf erst spät ein und Anárion wurde gezwungen fast vier Jahre in Minas Anor auszuharren, bis Verstärkung in Form des Letzten Bündnisses eintraf. Dies war die letzte Allianz zwischen Menschen und Elben gegen den Feind Sauron. Die Truppen des Bündnisses haben sich zunächst am Amon Sûl gesammelt und kampierten drei Jahre in Imladris, um Waffen, Rüstungen und Pläne zu schmieden. Anschließend zogen sie über das Nebelgebirge, um in Lórien mit den Armeen Orophers und Amdírs zusammenzutreffen. Daraufhin marschierten sie am Ostufer entlang auf die Dagorlad, wo sich Saurons Truppen zum Kampf stellten.

Nach dem Ende Saurons kehrte Isildur nach Minas Anor zurück und pflanzte dort einen Setzling des Weißen Baumes in Gedenken an seinen Bruder Anárion. Dieser war im sechsten Jahr der Belagerung von Barad-dûr, bei einem Versuch, den Dunklen Turm zu stürmen, von einem brennenden Geschoss am Kopf getroffen worden und gestorben. Der Sämling des Baumes, der in Minas Ithil gepflanzt worden war, hatte Sauron gefällt und verbrannt. Isildur setzte daraufhin seinen Neffen Meneldil als seinen Vertreter in Gondor ein und reiste nach Arnor, um das Erbe seines Vaters Elendil anzutreten und über beide Königreiche als Hochkönig zu herrschen.
Drittes Zeitalter Bearbeiten
Minas Anor blieb während des Dritten Zeitalters Hauptstadt Anóriens und entwickelte sich zur Sommerresidenz der Könige von Gondor. Osgiliath blieb weiterhin die Hauptstadt. Im Sippenstreit 1437 D.Z., wurde die Hauptstadt zu großen Teilen niedergebrannt und verlor im darauf folgenden Bürgerkrieg viele Einwohner. Die Große Pest von 1636 raffte viele Bewohner der Stadt dahin, so dass der bereits begonnene Zerfall der Stadt weiter fortschritt. Im Jahre 1640 D.Z. verlegte der damalige Herrscher Tarondor den Sitz der Könige nach Minas Anor. Nach dem plötzlichen Auftauchen der Nazgûl und dem Fall Minas Ithils im Jahr 2002 D.Z. wurde Minas Anor in Minas Tirith umbenannt.


2050 endete das Königsgeschlecht in Gondor, als König Earnur der Herausforderung des Herrn der Nazgûl zum Zweikampf folgte und nie wieder gesehen wurde. Da Earnur keine Erben hinterlassen hatte, übernahmen die Truchsessen aus dem Haus Húrins, die Regierung Gondors. Minas Tirith litt in den kommenden Jahrhunderten an Bevölkerungsschwund: Die Geburtenrate fiel stetig und immer mehr Männer wurden am Anduin gebraucht, da der Fluss nun die Grenze zwischen Gondor und Mordor darstellte. Ithilien wurde fortwährend als Teil Gondors angesehen, war zu jener Zeit jedoch zum größten teil verlassen.

Quelle: http://de.lotr.wikia.com/wiki/Minas_Tirith_%28Gondor%29
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